Mafia in Venedig?

Zwei Autoren, ein aktuelles Thema, ein Krimi

Eigentlich ...  sollte am Freitag, 27. März 2020, in der Katholisch öffentlichen Bücherei in Köln-Dellbrück ein literarischer Kaffeeklatsch zum Thema „Leipzig lässt grüßen – Novitäten von der Buchmesse“ stattfinden...
Schon seit Wochen lese ich mich durch die Belletristik-Neuerscheinungen des Frühjahrs, auf der Suche nach empfehlenswerten Romanen. Dabei ist mir ein Krimi besonders aufgefallen, denn er ist nicht nur spannend erzählt, sondern hat auch einen aktuellen Bezug:

Wolfgang Schorlau/Claudio Caiolo: „Der freie Hund“

Der in Stuttgart lebende Autor Schorlau hat erst mit Ende 40 seine Karriere als Schriftsteller für politische Kriminalromane begonnen. Nun hat er im März dieses Jahres mit seinem sizilianischen Kollegen Caiolo erstmals einen gemeinsamen Krimi herausgebracht. Caiolo, der sich bereits einen Namen als Autor zahlreicher Theaterstücke gemacht hat und heute in Berlin lebt.

Alle Venedig-Fotos (c) : Udo Bremer
Alle Venedig-Fotos (c) : Udo Bremer

Commissario Antonio Morello wird von Cefalù/Sizilien nach Venedig versetzt, denn seine Ermittlungen haben der sizilianischen Mafia beträchtlichen Schaden zugefügt, und so ist Morello auf die Todesliste der Cosa Nostra gelangt.

Da diese aber Politiker und Polizisten nicht außerhalb Siziliens ermordet, beschließt Morellos Chef, ihn aus Sicherheitsgründen nach Venedig zu versetzen. Schweren Herzens fügt sich der Commissario dieser Entscheidung.
In Venedig angekommen muss er feststellen, dass hier die Uhren völlig anders ticken als im Süden. Von Anfang an fühlt er sich nicht wohl in dieser Stadt. Auch die Kollegen machen ihm den Einstieg in sein neues Wirkungsfeld nicht leicht; zu sehr ist man in Vorurteilen gegenüber den Süditalienern, insbesondere den Sizilianern, gefangen.


Zeit zum Eingewöhnen bleibt ihm dann auch keine, denn es gibt einen Toten im Stadtteil Cannaregio. Francesco Grittieri, Student und Sohn einer reichen, einflussreichen venezianischen Familie wurde durch mehrere Messerstiche brutal ermordet. Er war Anführer der Demonstrationen gegen die Kreuzfahrtschiffe, die Venedig in einer katastrophalen Art und Weise belasten. Obwohl sein neuer Vorgesetzter ihmversichert, dass es in Venedig keine Mafia gäbe, wird Morello den Verdacht nicht los, dass sein aktueller Fall ihn genau dort hinführen wird: zur Mafia.


Ein Beitrag von Gaby Friedel
Gaby Friedel ist freiberufliche Literaturreferentin und wäre gern zur Leipziger Buchmesse gefahren.


EIGENTLICH ... wollte die Thomas-Morus-Akademie Bensberg gerade in Venedig sein

Foto: (c) Udo Bremer
Foto: (c) Udo Bremer

Venedig begeistert und fasziniert seit Jahrhunderten! Davon ist auch der Kunsthistoriker Dr. Andreas Thiel überzeugt. Meist zweimal jährlich bricht er mit Gästen der Thomas-Morus-Akademie Bensberg in die Lagunenstadt auf. So war es auch für die letzte Märzwoche geplant. Doch dann kam alles anders. Aber immerhin: Eine „Reise im Kopf“ ist möglich! Und so entführt Sie Dr. Andreas Thiel mit Impressionen und Gedichten in die Stadt, in deren Kanälen sich Glanz und Verfall gleichermaßen spiegeln … ---> Schauen Sie selbst!

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

Mit einem RSS-Reader in Ihrem Browser  können Sie diesen Blog  abonnieren.  Im Browser wird dann jeweils angezeigt, wenn sich in diesem Blog etwas getan hat. Kopieren Sie dazu diese URL in Ihren RSS-Reader: https://eigentlich.koeln/rss/blog/     

In vielen Browsern ist ein RSS-Reader bereits integriert oder kann als kostenfreie Erweiterung heruntergeladen werden.

Wir empfehlen z.B. Feedbro Reader für >>> Firefox oder für >>> Chrome.