Literaturgespräch in St. Stephan

Schuld und Wiedergutmachung in ausgewählten Romanen

Foto: (c) Bernhard Riedl
Foto: (c) Bernhard Riedl

Eigentlich hätte unser Literaturgespräch mit dem Thema „Schuld und Wiedergutmachung“ am 23. März 2020 mit dem Buch „Löwen wecken“ von Ayelet Gundar Goshen fortgeführt werden sollen.

Doch durch Corona kam alles anders.

 

Begonnen hatte unser literarisches Halbjahr im Januar 2020 mit Bernhard Schlinks Werk „Der Vorleser“. In dem faszinierenden Roman einer schwierigen Liebe geht es um die Frage der Schuld in einem früheren Rechtssystem.

 

Nach anregenden und lebhaften Diskussionen entdeckten wir dann Ayelet Gundas Goshens spannungsgeladenen Roman „Löwen wecken“. Es geht darin um einen Mann, der einen falschen Schritt tut und den eingeschlagenen Weg dann weiterverfolgen muss. Auch die Frage der Wiedergutmachung spielt eine wichtige Rolle in dem Roman.

Abschließen wollten wir das Halbjahr mit Ursula Krechels Roman „Landgericht“. Die deutsche Nachkriegszeit ist Hintergrund der parabelhaft tragischen Geschichte des jüdischen Richters Richard Kornitzer und beschäftigt sich mit der Zukunftsperspektive ehemaliger Exilanten im Nachkriegsdeutschland.

 

Wir hoffen sehr, dass wir uns in einigen Wochen wieder, wie gewohnt, treffen und gemeinsam weiterdiskutieren können.

Ein Beitrag von Regina Börner

 Regina Börner ist Anglistin und Historikerin und arbeitet als freiberufliche Literaturreferentin

 


Texte des Literaturgesprächs

  • Bernhard Schlink, Der Vorleser, Diogenes TB, 1995
  • Ayelet Gundar Goshen, Löwen wecken, Kein&Aber TB, 2014
  • Ursula Krechel, Landgericht, btb Verlag, TB, 2012

 

Zusätzliche Literaturtipps

  • Ian Mc. Ewan, Abbitte, Diogenes TB, Zürich, 2002
  • Pierre Lemaitre, Drei Tage und ein Leben, btb Verlag, 2016

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