Starke Eltern - starke Kinder

"Ihre Seelen wohnen im Haus von morgen"

Foto (c) Konstantin Christian, Foto Teaser (c): Nelly Syrotynska
Foto (c) Konstantin Christian, Foto Teaser (c): Nelly Syrotynska

In seinem Buch „Propheten“ schreibt der Dichter Khalil Gibran: „Eure Kinder sind nicht eure Kinder. Sie sind die Söhne und die Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber. Sie kommen durch euch, aber nicht von euch. Sie gehören euch nicht. Ihr dürft ihnen eure

Liebe geben; und doch haben sie ihre eigenen Gedanken. Ihre  Seelen wohnen im Haus von morgen, das ihr nicht besuchen könnt. Versucht nicht, sie euch ähnlich zu machen. Denn das Leben läuft nicht rückwärts, noch ver­weilt es im Gestern.“

 

Nun, diese Gedanken muss man einfach mal auf sich wirken lassen.

Kinder sind Seelen, die für das „Morgen“ gedacht sind. Als Eltern können wir ihre Ent­wick­lung liebe­voll begleiten, da­mit sie sich selber auf die Spur kommen, um dann ihren eigenen Weg zu gehen! Das ist die Botschaft! Jeder von uns hat „Erziehung“ am eigenen Leibe erlebt. Der Wunsch, das ein oder andere heute etwas anders zu machen, liegt da gar nicht so fern. Andererseits haben auch Eltern ihre Bedürf­nisse und (uner­ledigten) Themen; sie fühlen sich gedrängt von Herausforderun­gen und Not­wendigkeiten.

 

Dies alles irgendwie „über­einander zu bringen“ und dann auch Freude im lernenden Miteinander zu entwickeln – das ist die Leitidee des Elternkurses Starke Eltern – starke Kinder®. Er wurde vom Deutschen Kin­der­schutz­bund ent­wickelt, um der Freude und dem guten Gedeihen im manchmal sehr heraus­fordernden Familien- und Erziehungsalltag ein „Zuhause“ zu geben.

 

EIGENTLICH... hätte es in der Zeit der Corona-Zwangspause einige Elternkurse in diversen Fami­lien­zentren gegeben; diese mussten leider – wie alles andere – abgesagt werden. Das ist natürlich sehr schade; weil es gute Gedanken und Anregungen sind, die dadurch nicht weiterge­tragen werden konnten. Um einen kleinen Einblick in die „Philosophie“ des Kurskonzeptes zu geben, sollen nach­folgenden ein paar „Um-Denk-Ideen“ benannt werden, auf die das Konzept aufbaut:

  • Oft wünschen wir uns, dass der andere (Partner, Kind) sich ändert. So bitten, fordern und war­ten wir - und werden nicht selten enttäuscht. Wie wäre es: kurz innezuhalten und einmal den ersten Schritt bei sich selber zu tun, um neugierig-offen zu schauen, was sich allein dadurch verändert?
  • Nicht selten greifen wir übereilt in etwas ein, um ein Problem auf unsere Weise zu lösen. Gerade gegenüber Kindern fehlt uns oft die Geduld, jene Zeit zu lassen, die es braucht, um eigene Lösun­gen zu finden und diese weiterzuentwickeln. Wie wäre es: die Fähigkeit der kreativen Problem­lösung gedeihen zu lassen, indem wir nur dort unterstützen, wo es wirklich gebraucht wird?
  • Es gibt „Gefühle“, die wir mögen, und solche, die wir nicht mögen. Nun sind Gefühle ja immer ein wichtiger Teil eines Verarbeitungsprozesses. Wie wäre es daher: von der Unterscheidung auszu­gehen, dass alle Gefühle erlaubt sind und unser empathisches Mitfühlen verdienen; was aber noch lange nicht heißt, dass alle Handlungen akzeptiert werden müssen?
  • In der Familie treffen oft widersprüchliche Bedürfnisse aufeinander. Nun sind die eigenen Be­dürf­nisse stets ein Ankerpunkt, um mit sich selber verbunden zu sein. Gerade Kinder brauchen es daher, dass ihre Bedürfnisse ernst genommen werden. Freilich gilt das auch für die Bedürfnisse der Erwachsenen. Wie wäre es daher: Einen methodischen Weg zu finden, die Bedürfnisse des anderen ernst zu nehmen und im machtfreien Dialog stets kreativen Lösungen anzustreben?

Belassen wir es bei dieser kleinen Kostprobe. Auf den Geschmack gekommen? Jedenfalls freuen wir uns, Ihnen bald wieder Eltern­kurse anbieten zu können. Denn wir stehen hinter diesem Konzept. Falls Sie mehr die Konzeption erfahren wollen, finden Sie hier weitere Infos: www.familienhandbuch.de

 

Ein Beitrag von Guido Schaefer

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