Für die Menschen gemacht

Stadt- und Siedlungsräume von Gottfried Böhm

Foto (c) Florian Weber, LVR
Foto (c) Florian Weber, LVR

 

Im Januar 2020 ist Gottfried Böhm 100 Jahre alt geworden und kann dann auf ein 70-jähriges Baumeisterschaffen zurückblicken. Bauten wie der Mariendom in Neviges oder das Bensberger Rathaus machten ihn weltbekannt und verschafften ihm die international anerkannteste Auszeichnung für Architekten, den Pritzkerpreis.

 

Eigentlich... hätte vor drei Wochen eine Tour südlich von Köln, zu einigen der weniger bekannten Projekte Böhms stattgefunden:

 

Der Ausbau (1956-61) der im Truchsessischen Krieg zerstörten Godesburg in Bonn gilt als eine der bedeutendsten frühen Leistungen der schöpferischen Denkmalpflege in Deutschland. Dem fügte Böhm 1970-80 mit dem Godesberger „Altstadt-Center“ einen modernen, den Menschen wie der umgebenden Topografie gleichsam dienenden modernen Stadtraum an. Ein Ende Februar im Bonner General-Anzeiger erschienener Artikel beschreibt, dass dieser Bau nie unumstritten war.

 

Die Mariä Heimsuchungskirche in Alfter-Impekoven (1968-69) konzipierte er als Krone des gesamten Dorfes. Die Kirche ist eine von mehreren kleinen Schwestern des Nevigeser Mariendoms.

 

Mit der Wohnbebauung Gütergasse in Porz-Zündorf (1973-86) plante Böhm eine der ersten autofreien Siedlungen Deutschlands.

 

 

Ein Beitrag von Markus Juraschek-Eckstein

 

Auch diese Tour war für die "Kölner ab 55" geplant, kann aber gut auf eigene Faust durchgeführt werden.

Im Text erwähnte Bauten von Gottfried Böhm (Fotos lassen sich durch Anklicken vergrößern):

 

links: Bad Godesberg, Michaelplatz mit Blick auf die Godesburg (Foto (c) Axel Kirch)

Mitte: St. Mariä Heimsuchung in Alfter-Impekoven (Foto (c) Dorothea Heiermann)

rechts: Gütergasse in Porz-Zündorf (Foto (c) Dorothea Heiermann)

Foto Teaser: Gottfried Böhm anlässlich des Eintrags ins Goldene Buch der Stadt Köln (c) Elke Wetzig / CC BY-SA 4.0


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Kommentare: 1
  • #1

    Andreas Kunde (Sonntag, 17 Mai 2020 19:42)

    Was für ein Mann, was für ein Leben, welch ein Werk. "Vor Corona" war ich auch auf einem der Vorträge im Kunstgewerbemuseum. Großartig. Danke für diese Reihe, die mir erneut die Augen geöffnet hat. Jetzt werde ich wohl auch mal nach Alfter fahren.

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