Integration durch Sprache

Wer Sprach- und Orientierungskurse besteht, hat gute Chancen, eingebürgert zu werden

Fotos (c) Elke Moorkamp
Fotos (c) Elke Moorkamp

Eigentlich... würden sich jetzt Ana, Emine, Arben und Soumah, die im Alter zwischen 30 und 55 Jahren sind, zu Fuß oder mit Bus und Bahn auf den Weg zu ihren Integrationskursen des Katholischen Bildungswerks machen. Die Kurse finden in verschiedenen Stadtteilen, mit und ohne Kinderbetreuung statt. Leider können

sie im Moment noch nicht in der gewohnten Form stattfinden.

 

Stattdessen begeben sich Ana, Emine, Arben und Soumah zu ihren Laptops und Smartphones. Sie melden sich zu ihren Deutsch-Online-Tutorien an, die ihnen das Katholische Bildungswerk zur Verfügung stellt. So können sie einerseits ihre Deutschkenntnisse verbessern, andererseits bleiben sie in Kontakt mit ihren Lehrerinnen und Mitschülern.

 

Der Anfang war nicht so ganz einfach und auch mit Ängsten

verbunden. Werde ich es überhaupt schaffen, mich ins Lernportal einzuwählen oder muss ich dafür meine Kinder fragen? Die Registrierung für das Lernportal war schon ein Abenteuer. Gemeinsam mit den Lehrerinnen und den anderen haben sie es aber geschafft. Das macht stolz, denn noch vor vier Wochen haben sie nicht gewusst, dass sie diese Fähigkeit überhaupt haben. Vor Corona haben sie meistens einen großen Bogen um das Thema „Lernen im Internet“ gemacht. Das war etwas für Jugendliche und Kinder, aber es doch nichts für „so alte“ Menschen wie sie. Inzwischen wählen sich Ana, Emine, Arben und Soumah routiniert in die wöchentlich stattfindende Online-Konferenzen ein, die die Tutorien begleiten. Dort können sie ihre Lehrerinnen und Mitschüler sehen und sprechen. Es ist zwar kein Ersatz für den „richtigen“ oder analogen Unterricht in der Klasse, aber das Online-Tutorium hilft, in Kontakt mit den Menschen zu bleiben, mit denen sie sonst in der Woche viele Stunden verbringen.

 

Ein Beitrag von Sabine Fürst-Zehnpfennig


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