Hospizarbeit in besonderen Zeiten

Kontakt und Begegnungen müssen möglich sein

Der Hospizverein Hospiz Köln-Deutz e.V., der am Eduardus-Krankenhaus seinen Sitz hat, ist einer von zwölf ambulanten Hospizdiensten in Köln und arbeitet bei seinen Qualifizierungsangeboten schon seit rund 20 Jahren mit dem Katholischen Bildungswerk Köln zusammen.

 

Ich habe – statt telefonisch – per Mail Kontakt aufgenommen mit Ulrike Pehle, der Koordinatorin und Günter Brück, der im Vorstand und in den Ausbildungskursen für den Verein arbeitet.

aitoff / cc0 – gemeinfrei / Quelle: pixabay.com in Pfarrbriefservice.de
aitoff / cc0 – gemeinfrei / Quelle: pixabay.com in Pfarrbriefservice.de

Liebe Frau Pehle, lieber Herr Brück, ich hoffe, es geht Ihnen und Ihren Mitarbeitenden auch unter erschwerten Bedingungen gut!

 

Danke für Ihre Nachfrage in dieser merkwürdigen Zeit, in der man jeden Tag neu überdenken muss. Bei uns ist alles soweit in Ordnung, wenn man überhaupt von Ordnung sprechen kann.

 

Hospizarbeit ist ja eine Arbeit, die ganz nah am Menschen passiert. Wie können Sie dies in Zeiten machen, wo Sie und die ehrenamtlich Tätigen nicht zu den betreuten Personen gehen dürfen?

 

Der Situation angepasst haben wir vor allem mit den von uns begleiteten Menschen telefonischen Kontakt, schreiben Briefe und Karten und fangen jetzt, mit Lockerung der Regeln an, nach weiteren Möglichkeiten der Begegnung zu suchen. Zudem machen wir Besorgungen in Apotheken, gehen Brot holen oder andere Kleinigkeiten, soweit dies möglich ist. Darüber hinaus stehen wir vor allem telefonisch und per e-Mail Schwerkranken, Angehörigen und Interessierten für ihre Fragen, Sorgen und Nöte, rund um das Thema Patienten-Verfügung, Palliative Versorgung, Sterben, Tod und Trauer zur Verfügung und hoffen, dass recht bald wieder ein normaler, persönlicher Kontakt möglich ist.

 

EIGENTLICH....hatte in Kooperation mit dem Kath. Bildungswerk kurz vor Beginn der Coronakrise, im Februar, ein „Ermutigungs- und Befähigungskurs für an Hospizarbeit Interessierte“ begonnen, der mit 80 Unterrichtsstunden eigentlich bis in den August gelaufen wäre. Was ist denn daraus geworden?

 

Nach 3 Veranstaltungen, die mit den 11 Teilnehmenden sehr gut angelaufen sind, mussten wir die nächsten 7 Veranstaltungen absagen und hoffen nun sehr, dass wir ab Mitte Juni wieder weiter machen können. Wir haben den Kurs auf die allerwichtigsten Inhalte gekürzt und, um diese zu vermitteln, und noch zwei weitere Samstage im August angehängt. Wir halten mit den Teilnehmenden telefonisch und per

Rundschreiben Kontakt, da wir bestrebt sind, diesen Kurs erfolgreich zu Ende zu führen, um auch für dieses Jahr wieder neue ehrenamtliche Mitarbeiter*innen zu gewinnen.

 

Vielen Dank und Ihnen und Ihrem Team alles Gute!

 

Ein Beitrag von Angelika Fürst


Der Hospiz Köln-Deutz e.V. ist zuständig für die Stadtteile Brück, Deutz, Heumar, Höhenberg, Humboldt-Gremberg, Kalk, Merheim, Ostheim, Poll, Rath, Vingst und Mitglied im Hospiz + Palliativ Arbeitskreis Köln

 

Auf seiner Seite hat der Verein den Leitspruch der englischen Ärztin und Begründerin der Hospizbewegung, Cicely Saunders, platziert:

 

Du bist wichtig ...

... weil Du eben Du bist.

 

Du bist bis zum

letzten Augenblick

Deines Lebens wichtig.

 

Und

wir werden alles tun,

damit Du nicht nur in

Frieden sterben,

sondern auch

bis zuletzt leben kannst.

Foto (c) Martha Gabauer, Foto Teaser (c) Peter Weidemann, beide in Pfarrbriefservice.de
Foto (c) Martha Gabauer, Foto Teaser (c) Peter Weidemann, beide in Pfarrbriefservice.de


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