Vorsicht, bitte Abstand halten! Oder: Schön, dass Sie da sind!

Willkommenskultur im Praxistest

Ohne Corona hätte es im März in Köln-Mitte eine Veranstaltung mit dem Titel „Boxenstopp“ gegeben, bei der mehrere Projektgruppen parallel und sich austauschend an ihren Themen weitergearbeitet hätten. Geplant war ein Innehalten und Auftanken, um mit neuem Schwung und neuen Ideen weiterzumachen. Aus dem Boxenstopp wurde nichts, das Weiterarbeiten in den Projektgruppen wurde in dieser Form erst mal ausgebremst. Aber in anderer Form läuft es weiter. So entstanden auch diese Gedanken zum Thema „Willkommenskultur“ in der Kirche:

Foto (c) Elfriede Klauer, Foto Teaser (c) Peter Weidemann, beide in Pfarrbriefservice.de
Foto (c) Elfriede Klauer, Foto Teaser (c) Peter Weidemann, beide in Pfarrbriefservice.de

Seit Längerem machen wir uns Gedanken darüber, wie die Gemeinden die Menschen, die kommen, willkommen heißen. Was sind ihre Erfahrungen mit den ersten Berührungspunkten, etwa beim Anruf im Pfarrbüro oder beim Betreten der Kirche? Was kann verbessert werden in der Kommunikation, im Kirchenraum, in der Außenwahrnehmung? Jetzt, in dieser Ausnahme-Zeit, fällt uns eine Situation quasi vor die Füße, die wie unter dem Brennglas zeigt, ob es wirklich eine Willkommenskultur gibt: Nach wochenlangem Verzicht können die Menschen wieder in den Gottesdienst kommen. Endlich.

 

Und genau jetzt ist ein ganz sensibler Punkt auszumachen: Viele haben sehr lange gewartet und freuen sich, endlich wieder die Messe mitfeiern zu können. Sie machen sich auf den Weg zur Kirche, voller Vorfreude. Auf der anderen Seite gibt es die, die in der Verantwortung stehen, all die notwendigen Regelungen umzusetzen, die gerade gelten: Zugangsbeschränkungen, Abstandsregeln, Hygiene. An der Kirchentür treffen diese zwei Perspektiven aufeinander. Hier zeigt sich die innere Haltung der Verantwortlichen und ob Willkommenskultur funktioniert.

Nicht zuerst: Vorsicht, bitte Abstand halten! Sondern: Schön, dass Sie da sind!

 

Ein Beitrag von Cornelia Möres


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