Den Wald sinnvoll erleben

Väter und Kinder gehen gemeinsam auf Entdeckungstour

Foto (c) Shutterstock, Foto Teaser (c) Elena Stepanova
Foto (c) Shutterstock, Foto Teaser (c) Elena Stepanova

Eigentlich...  wären heute einige Väter mit ihren Kindern zur Walderkundung ins Kölner Was­ser­­werks­wäldchen aufgebrochen.

Erlebnispädagogisch begleitet von Andrea Raschke, die das Format des Vater-Kind-Waldtags zusammen mit dem Familienzentrum St. Martinus in Köln-Esch ins Leben geru­fen hat. Dieser ist immer etwas ganz Besonderes für die kleinen Forscher und Abenteurer ab 6 Jahren; daher wurde er schon einige Mal mit wachsender Begeisterung durchgeführt. Vor allem bietet der Wald den Kindern so viele Erfahrungen wie kein anderer Lebensraum. Unebene Wege mit Wurzelwerk und herabhängenden Äste fordern den Gleichgewichtssinn heraus; Gestrüpp, Abhänge, ein umgefallener Baum­stamm oder eine Matschpfütze müssen überwunden werden. Wo der Mut noch fehlt, gibt es väterliche Unterstützung. Und so ist es für die Kleinen einfach auch mal toll, den Papa ganz für sich allein zu haben und spannende Dinge mit ihm zu erleben.

 

Es gibt immer wieder viel zu entdecken. Wo kommt nur die viele Erde her? Und wer lebt unter dieser fauligen Rinde? Das waren die Fragen des letzten Waldtags. So erfuhren die Großen und Kleinen viel über den noch fremden Lebensraum und seine Bewohner; auch lernte man ein wenig, wie alles mit allem zusammen­hängt. Freilich gilt es am Anfang, sich über etwas klar zu werden, was mit „Respekt vor der Natur“ zu tun hat:

  • Die Pflanzen möchten wachsen und werden daher im Boden belassen. Natürlich werden auch keine Äste und Zweige abgerissen.
  • Die Früchte des Waldes sind Nahrung für die Tiere und können für uns Menschen durchaus giftig sein.
  • Kleine Krabbeltiere dürfen im Lupenbechern aufgefangen und nach Herzenslust angeschaut werden. Danach müssen sie aber wieder zurückgelegt werden.
  • Und natürlich gehört aller Müll zunächst in die eigene Tasche; und dann in den nächsten Abfalleimer.

Der Wald ist faszinierend, wenn man nur mal anfängt, genauer hinzuschauen und Fragen zu stellen. Und so geht es dann eine Weile über Stock und Stein; während die Zeit wie im Fluge vergeht. Nach so viel „Abenteuer“ suchen sich Väter und Kinder einen schönen „nest­förmigen“ Lagerplatz, wo man eine kleine Rast einlegt. Das von zuhause mitgebrachte Brot schmeckt hier besonders gut.

Foto (c) Helmut Schneider in Pfarrbriefservice.de
Foto (c) Helmut Schneider in Pfarrbriefservice.de

Dann ist es aber an der Zeit, mit kleinen Waldspielen noch mal für etwas Bewegung und Spaß zu sorgen. Meist sind es Aktionen, die die Sinne der Kinder ansprechen und helfen, den Wald möglichst vielfältig kennenzulernen: So kann man z.B. mit Naturmaterialien Geräusche er­zeu­gen und mit verschlossenen Augen erraten lassen, oder miteinander seine Phantasie spie­len lassen „Dies sieht aus wie…“; auch kann man einen natürlichen „Hindernis-Parcours“ über­winden, während man ein Stück Rinde o.ä. auf dem Kopf oder den Schulter zu balan­cieren hat. Da gibt es immer wieder viele neue Wald-Spiel-Ideen.

 

Am Ende sind alle erfüllt von den vielen Eindrücken und Abenteuern. Oft staunen die Väter, was ihre Kleinen so an Forscherdrang und Begeisterung freisetzen, während die Kinder z.B. über­rascht sind, welche Tiere die Väter benennen und welche Tierlaute sie nachahmen können. Es wäre sicher auch diesmal wieder ein tolles Miteinander-Erleben geworden. Schade.

 

 

Ein Beitrag von Guido Schaefer


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