Klangkosmos Weltmusik

Nomaden der Metropolen: Tamala (Senegal / Belgien)

Fotos (c) Dieter Telemans
Fotos (c) Dieter Telemans

Eigentlich... hätte es heute wieder ein Konzert in der beliebten Reihe "Klangkosmos Weltmusik" gegeben: Lange geplant war der Auftritt des Trios Tamala (Senegal / Belgien) mit: 

  • Mola Sylla – Gesang, Xalam
  • Bao Sissoko – Kora
  • Wouter Vandenabeele - Violine

Der Name des Trios verweist auf sein künstlerisches Credo: „Tamala“ bedeutet „Reisende“. Und so erforschen die Musiker die faszinierenden Möglichkeiten diverser Klanguniversen, die sich speisen aus ihren zahlreichen Begegnungen weltweit und das Zusammenwirken ihrer Instrumente. Derart geleitet von einer natürlichen musikalischen Alchemie, oszillieren die drei mit Leichtigkeit zwischen Tradition und Innovation.

 

Über ihr musikalisches Verständnis hinaus teilen Mola Sylla, Bao Sissoko und Wouter Vandenbeele auch Werte, die sie zu verteidigen beschlossen haben, unterstützen beispielsweise mit ihrer Arbeit eine Schule im Senegal, da Bildung ein wichtiger Beitrag für Frieden und für das Verständnis zwischen den Menschen leistet.

 

Mola Sylla ist Sänger, Multiinstrumentalist und Komponist. Mit seiner tiefen, kraftvollen Stimme gehört er zu den kreativsten senegalesischen Sängern, beteiligte sich am Soundtrack zu Werner Herzogs Filmen „The Wild Blue Yonder“ (2005) und „My Son, My Son, What Have Ye Done“ (2009). Er spielt die westafrikanische Laute Xalam, die Daumenpianos Kongoma und Kalimba sowie Percussion.

 

Der ausgezeichnete Mandingo-Griot Bao Sissoko ist vor allem für sein raffiniertes und virtuoses Kora-Spiel bekannt. Der Meister der westafrikanischen Stegharfe arbeitete mit Baaba Maal, Abu Thiam, Mamy Kanoute, Zap Mama, Malick Pathe Sow und Vaya Con Dios zusammen.

 

Zusammen mit dem Folk-Geiger Wouter Vandenabeele überraschen die beiden durch ihre ebenso mutige wie sprühend kreative Kooperation. Kein Wunder, denn der belgische Violinist lotet seit jeher verschiedene Musikrichtungen aus. Er spielte Konzerte mit der senegalesischen traditionellen Geigerin Issa Sow, arbeitete mit dem syrischen Oud-Spieler Elias Bachoura, mit Steve Houben, Erik Vermeulen, Savina Yanatou, Philippe Thuriot und 'ExTempore'… 2004 leitete Wouter Vandenabeele das prestigeträchtige Projekt 'Hadzidakis' für die Olympischen Spiele in Athen (unter anderem mit den portugiesischen Sängern von 'Madredeus') und hatte mehrere hundert Auftritte mit seinem Weltmusikorchester.

Weil es live derzeit leider noch nicht möglich ist, können Sie sich digital einen Eindruck verschaffen von „Tamala“! Auf der Internetseite www.klangkosmos-nrw.de finden Sie die entsprechenden Informationen sowie viele interessante Hinweise zu weltmusikalische Initiativen und Angeboten in Köln, in der Region und bundesweit.

 

Ein Beitrag von Monika Schaefer

Monika Schaefer ist Referentin für Kultur im DOMFORUM


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