Ta-ta-ta-taaaaa!

„Ich höre keine Worte mehr, ich höre nur noch Töne…“

Ein böses Familienerbe:

Trunksucht bei Großmutter und Vater,

Schwindsucht bei Mutter und Bruder,

Ein Genie, aber kein ‚Titan‘

Der Pockennarbige, geliebt von vielen Frauen,

Syphilis, die Ursache aller seiner Krankheiten?,

Taub mit 25 Jahren,

Fast jedes Jahr ein anderer Arzt,

Heilversuche durch Galvanismus, Magnetismus, Punscheis

Das erschütternde Ergebnis der Leichensektion

 

Auf diese Lesung mit der Rezitatorin Ingeborg Semmelroth im Rahmen der Reihe „lesen & lesen lassen“, heute Abend im Lichtblick-Café, die sich dem vielleicht bedeutendsten Jubilar des Jahres 2020 gewidmet hätte, haben sich viele besonders gefreut. Ludwig van Beethoven, der im Jahr 1770 am 16. oder 17. Dezember geboren wurde – es gibt den Taufeintrag ins Kirchenbuch von St. Remigius in Bonn, dieser ist vom 17. Dezember – steht im Mittelpunkt zahlreicher, durchaus nicht nur musikalischer Veranstaltungen, die sich seinem 250. Geburtstag widmen.

 

Zum Glück liegt dieser Geburtstag am Jahresende, und EIGENTLICH sollte das große Festjahr mit diesem Festtag abschließen. Aber – da sind nicht nur die Bonner findig – nun wird es eine Verschiebung und / oder Verlängerung zahlreicher Aktivitäten in das kommende Kalenderjahr hinein geben.

 

Wer zu Beginn dieses Jahres nicht die Gelegenheit wahrgenommen hatte, sich die wunderbare Ausstellung BEETHOVEN Welt.Bürger.Musik in der Bundeskunsthalle anzusehen, kann dies zur Zeit virtuell nachholen: Unter diesem Link kann man sich durch die Kunsthalle bewegen und die Ausstellungsstücke dabei genau anschauen.

Viele andere Formate sind ebenfalls in die Virtualität verlegt worden. Eine große Zusammenstellung der digitalen Projekte findet sich auf der Jubiläumsseite unserer Nachbarstadt und ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn.

So zum Beispiel das „musikalische Care-Paket“ der Kreuzkirche, das unter diesem Link aufgerufen werden kann. Auch das Festival für Alte Musik in Knechtsteden und der dortigen Basilika als Austragungsort hat einiges in den virtuellen Raum verlegt.

Fotos (c) A. Fürst
Fotos (c) A. Fürst

Nun kann die Antwort auf Corona aber nicht sein, nur noch vor kleinen oder größeren Bildschirmen zu sitzen, Knopf im Ohr und von der Außenwelt abgeschottet. Eine Alternative wäre da, sich die Beethoven-App für eine „Augmented Reality Stadtführung“ aufs Handy herunterzuladen und sich zu Fuß aufzumachen durch die Bonner Innenstadt an Stellen, die im Leben des jungen Beethoven (er hat die Stadt ja schon mit knapp 22 Jahren verlassen, um seine Ausbildung in Wien fortzusetzen und ist dann aus verschiedenen Gründen dort geblieben) eine wichtige Rolle spielten. (Auf der Seite mit den digitalen Angeboten steht der Link für die verschiedenen Gerätetypen).

Wer gern einen etwas längeren Weg gehen möchte (oder bis in die Rheinaue und nach Bad Godesberg mit dem Fahrrad fahren kann), kann sich anhand der Liste die verschiedenen Denkmäler zu Ehren des großen Sohnes der Stadt ansehen, die ihm in den letzten 170 Jahren gebaut worden sind, vom sicher bekanntesten auf dem Bonner Münsterplatz bis hin zum wahrscheinlich umstrittensten von Markus Lüpertz am alten Zoll.

 

Nach langen Renovierungsarbeiten ist auch das Geburtshaus Ludwig van Beethovens in der Bonngasse wieder geöffnet und mit einem Mediaguide, der viele Informationen und musikalische Beispiele enthält, zu besichtigen. Es werden derzeit zwar keine Mediaguide-Geräte ausgegeben. Die Inhalte des Mediaguides können aber vor dem Museumsbesuch im AppStore oder bei GooglePlay heruntergeladen werden.

 

Also: Von heute aus noch fast genau ein halbes Jahr bis zum Geburtstag - nutzen Sie die Vielfalt der Angebote!

 

Ein Beitrag von Angelika Fürst


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